2012 Taiwan in the news-Rückblick

31. Dezember 2012

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an. Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 3 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.


Veranstaltung 8.11.2012 in Berlin: „Demokratie in Taiwan und ihre Implikationen für China“

25. Oktober 2012

Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft – Freunde Taiwan Berlins hat zwar eine Internetseite, aber umgehen mit diesem Interdings können sie nach wie vor nicht allzu gut. Statt dessen verschicken sie ab und an .doc-Dokumente in elektronischer Post, die man öffnen muss bevor man etwas womöglich interessantes über eine Veranstaltung erfährt. Dieses Mal ist in dem Dokument drin etwas angekündigt, das dank wissenschaftlichen Anspruches womöglich lohnenswert ist.

Damit man im Internet ebenfalls die Details zur Veranstaltung finden kann, wenn schon die eigene Internetseite der Gesellschaft sowohl Veranstaltung wie auch die Details verschweigt kaum auffindbar unterbringt, hier einmal Copy und Paste:

Dr. Miao-Ling Hasenkamp (geb. Lin)
„Demokratie in Taiwan und ihre Implikationen für China“
Einladung zum Vortrag

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „100 Jahre Republik China – Taiwan in Bewegung“ lädt die Deutsch-Chinesische Gesellschaft e.V. – Freunde Taiwans Sie herzlich ein zu einem Vortrag von Frau Dr. Hasenkamp, der Einblicke in die Beziehungen in der Taiwanstraße gibt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob und inwieweit demokratische Entwicklungen in Taiwan Politik und Gesellschaft Chinas beeinflussen.
Frau Dr. Hasenkamp ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Vergleich Politischer Systeme am Institut für Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg.

Zeit: Donnerstag, 8. November 2012 um 18 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum PLH 4.101, Konrad-Adenauer-Str.1, Eingang West, 11011 Berlin

Im Anschluss lade ich Sie ein zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
Wegen der Zugangskontrolle bitten wir um persönliche Anmeldung (s.u.).
Wir freuen uns, Sie an diesem Tag zu begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen

Anita Schäfer
Vorsitzende

———————————————————————————————————————
Rückantwort bitte bis zum 4. November 2012 an die Deutsch-Chinesische Gesellschaft e.V. – Freunde Taiwans unter: Fax 030-20361-410 oder dcg-berlin@t-online.de

 Ich nehme an der Vortragsveranstaltung am 8. November teil.
Sammel-Treffpunkt Eingang West: 17.45 Uhr

 Ich nehme an der Veranstaltung teil und besitze einen Hausausweis.

Wie zu sehen ist kann man sich immerhin papierlos anmelden. Dabei die geforderten Angaben nicht vergessen.

Ich stelle der Einfachheit die Angaben im .ics-Format bereit, damit man das ganze mit einem Klick importieren kann. Leider erlaubt das System keinen Upload von .ics, weshalb die Anweisung gegeben wird, den folgenden Code zu kopieren, in einer .ics-Datei abzuspeichern und hernach zu importieren.

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 die Beziehungen in der Taiwanstraße gibt. Im Mittelpunkt steht dabei die 
 Frage\, ob und inwieweit demokratische Entwicklungen in Taiwan Politik und
  Gesellschaft Chinas beeinflussen.\nFrau Dr. Hasenkamp ist wissenschaftlic
 he Assistentin am Lehrstuhl Vergleich Politischer Systeme am Institut für
  Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg.\n
 \nZeit: Donnerstag\, 8. November 2012 um 18 Uhr\nOrt: Deutscher Bundestag\
 , Paul-Löbe-Haus\, Raum PLH 4.101\,\nKonrad-Adenauer-Str.1\, Eingang West
 \, 11011 Berlin\n\nIm Anschluss lade ich Sie ein zu einem Umtrunk mit Gele
 genheit zum Gedankenaustausch.\nWegen der Zugangskontrolle bitten wir um p
 ersönliche Anmeldung (s.u.).\nWir freuen uns\, Sie an diesem Tag zu begr
 üßen.\n\nMit freundlichen Grüßen\n\nAnita Schäfer\nVorsitzende\n\n---
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 ----------------------------------------\nRückantwort bitte bis zum 4. No
 vember 2012 an die Deutsch-Chinesische Gesellschaft e.V. – Freunde Taiwa
 ns unter: Fax 030-20361-410 oder dcg-berlin@t-online.de\n\n Ich nehme a
 n der Vortragsveranstaltung am 8. November teil.\nSammel-Treffpunkt Eingan
 g West: 17.45 Uhr\n\n Ich nehme an der Veranstaltung teil und besitze e
 inen Hausausweis.
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Penisse, Heise-Forum, Sharp und sprachliche Fragen

3. September 2012

Dieses Blog lebt, ich koche aber erkennbar auf Sparflamme. Grund sind berufliche Belastungen und zu wenig konkreter Taiwanbezug im Tagesjob. Trotzdem freue ich mich besonders über eine Verlinkung aus dem Heise-Forum zu sprachlichen Fragen. 🙂 Aktueller und nachhaltiger über Taiwan berichtet Klaus‘ Blog.

Hier Meldungen aus der letzten Zeit. Das Kuriosum ist diese Meldung, die gerade mit allerlei aufmerksamkeits-heischenden Attributen herumgereicht wird. Penisse ziehen immer, Auszug:

Auf den Wochenmärkten Taiwans wiederum kann man Bullenpenisse kaufen. Was erst einmal nach Dschungelcamp klingt, ist dort eine wahre Delikatesse. Und auch in den USA ist man inzwischen auf den Geschmack gekommen. So kann man beispielsweise in exklusiven Restaurants in New York gebratenen Bullenpenis mit Kartoffeln und Gemüseallerlei bestellen. Dem skurril klingenden Mahl wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt, und noch vor Jahrhunderten diente es als Aphrodisiakum. Besonders aufwändig ist die Zubereitung: Neben Sauberkeit muss man schließlich auch auf die Frische achten. Gelungen ist das Mahl, wenn es nach Rindfleisch schmeckt.

Leider kann ich nichts konkretes dazu sagen, da ich noch keine gekochten Bullenpenisse genießen konnte. Inhaltlich mag es stimmen, und das Gericht ist sicherlich schmackhaft. Allerdings sind jene bestimmt kein Alleinstellungsmerkmal. Etwas ganz ähnliches soll es auch als „mannish water“ auf Jamaika geben – wieso die Autoren nun gerade Taiwan ausgesucht haben bleibt unklar, da stehen wir wohl am Rande des traditionell plausibilisierungsarmen Sommerlochs.

Foxconn dagegen, taiwanisches Industrie- und Fertigungsschwergewicht, kauft Anteile an Sharp, die eine der beiden Displayfertiger mit 10Gen Fabrik sind. Substrate mit 3m Kantenlänge anyone? Außerdem können sie IGZO, Hut ab! Man kämpft aber wohl mit der Auftragslast, und die Nachrichten berichten just in time vor dem Deal. Glücklicherweise, beinahe als hätte man darauf gewartet, fällt der Aktienkurs von Sharp, so dass nachverhandelt werden muss. Alles selbstredend zum Wohl der heimischen Aktionäre.

Taiwan bleibt also spannend.


ECFA unterzeichnet

29. Juni 2010

Das Freihandelsabkommen ECFA, mit dem Taiwan versuchsweise den durch die Volksrepublik China geschlossenen Abkommen hinterhereifert, ist soeben unterzeichnet worden.

Bis zuletzt kontrovers diskutiert, bleibt der Effekt oder gar der Erfolg offen. Ob jetzt der taiwanische Markt mit allerlei unschlagbar billigen Waren aus China überschwemmt werden wird oder ob die einheimische Wirtschaft tatsächlich gefördert wird. Hier in Europa herrschen die Kritiker oder die Ignoranten vor.

Zum Thema schrieb Blörn Rosen für die in Berlin erscheinende Tagesszeiten am vergangenen Sonntag: Geschäfte mit dem Feind:

Die Auseinandersetzung entzündet sich vor allem an einem Thema: Ecfa. Die Abkürzung steht für „Economic Cooperation Framework Agreement“, ein Wirtschaftsabkommen, das Taiwan und die Volksrepublik nach langen, wenig transparenten Verhandlungen am Dienstag im chinesischen Chongqing unterzeichnen werden. Es soll beiden Seiten bessere Geschäfte ermöglichen, durch niedrige oder ganz wegfallende Zölle und das Ende von Investitionsbeschränkungen. Das mag unspektakulär klingen, ist aber ein Meilenstein im Verhältnis der beiden Seiten. Kein Wunder, dass Ecfa Taiwan seit Monaten in Aufregung versetzt – und die Gesellschaft spaltet. Die Hälfte der Bevölkerung ist mehr oder weniger dafür, rund ein Viertel strikt dagegen. Jeden Tag sind die Zeitungen voll mit neuen Meldungen über das Abkommen.


Chen Shui-bian: von lebenslänglich auf 20 Jahre

11. Juni 2010

Heute früh in den deutschen 7 Uhr-Nachrichten im Deutschlandradio: die Haftstrafe für den ehemaligen Präsident Taiwans, Chen Shui-bian, ist von „lebenslänglich“ auf 20 Jahre verkürzt worden. Er sitzt derzeit im Gefängnis in Tucheng in der Nähe von Taipei. Kritiker sehen darin fast schon ein Eingeständnis, dass Chen maßgeblich aus politischen Gründen verurteilt und die Strafe unangemessen hoch angesetzt wurde.

Die Taipei Times hat mehr dazu: High Court to decide on modifying Chen’s corruption conviction.


Taiwan Filmfest in Tübingen

8. Juni 2010

Wie die fleißigen Leute bei taiwaneuwatch.com berichten findet demnächst das „Filmfestival 2010 – Dokumentarfilme aus Taiwan“ findet in Tübingen statt.
Am Freitag, 25. Juni 2010 von 14:00 – 17:00 Uhr sowie am 26. Juni werden verschiedene Filme im Original gezeigt, jeweils mit Untertiteln. Veranstaltungsort ist die Eberhard Karls Universität Tübingen, dort im Neuphilologikum, Hörsaal 037 in der Wilhelmstraße 50.

Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro.

Hier der Link zum Programm. Die Infos gibts auch ubiquitär bei Facebook oder als klassisches PDF zum Ausdrucken und aushängen.


Taiwan für chinesisches Kulturverständnis unentbehrlich

26. August 2009

Die FAZ hat heute einen interessanten Artikel anläßlich der Frankfurter Buchmesse und des diesjährigen Partnerlandes. Mark Siemons schreibt in „Die andere Kulturrevolution“ zum augenfälligen Kontrast Taiwan und China:

In Ermangelung eines souveränen, voll handlungsfähigen Staats stellt sich den Taiwanern seit mehr als zwanzig Jahren die Frage: Wie können wir unsere mühsam errungene Demokratie und Eigenständigkeit gegenüber der Volksrepublik, die auf uns Anspruch erhebt, behaupten? In welchem Sinn gehören wir, wenn überhaupt, zu China, und was gehört außerdem noch zu uns? Was ist überhaupt „China“, abgesehen von der das Land zurzeit regierenden Kommunistischen Partei? So wird Taiwan für die Diskussion, was die chinesische Kultur zur Gegenwart beitragen kann, unentbehrlich.

Ich bin nicht sicher ob ich mit allen Darstellungen und Schlußfolgerungen übereinstimme. Um etwas über die intellektuelle und literarische Welt in Taiwan zu erfahren und Buchempfehlungen zu erhalten ist der Artikel jedenfalls bestens geeignet. Wir wünschen uns mehr Journalisten, die so einen weiten Blick haben und einige der Problematiken verstehen und darstellen können, politisch wie kulturell.