Penisse, Heise-Forum, Sharp und sprachliche Fragen

Dieses Blog lebt, ich koche aber erkennbar auf Sparflamme. Grund sind berufliche Belastungen und zu wenig konkreter Taiwanbezug im Tagesjob. Trotzdem freue ich mich besonders über eine Verlinkung aus dem Heise-Forum zu sprachlichen Fragen. 🙂 Aktueller und nachhaltiger über Taiwan berichtet Klaus‘ Blog.

Hier Meldungen aus der letzten Zeit. Das Kuriosum ist diese Meldung, die gerade mit allerlei aufmerksamkeits-heischenden Attributen herumgereicht wird. Penisse ziehen immer, Auszug:

Auf den Wochenmärkten Taiwans wiederum kann man Bullenpenisse kaufen. Was erst einmal nach Dschungelcamp klingt, ist dort eine wahre Delikatesse. Und auch in den USA ist man inzwischen auf den Geschmack gekommen. So kann man beispielsweise in exklusiven Restaurants in New York gebratenen Bullenpenis mit Kartoffeln und Gemüseallerlei bestellen. Dem skurril klingenden Mahl wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt, und noch vor Jahrhunderten diente es als Aphrodisiakum. Besonders aufwändig ist die Zubereitung: Neben Sauberkeit muss man schließlich auch auf die Frische achten. Gelungen ist das Mahl, wenn es nach Rindfleisch schmeckt.

Leider kann ich nichts konkretes dazu sagen, da ich noch keine gekochten Bullenpenisse genießen konnte. Inhaltlich mag es stimmen, und das Gericht ist sicherlich schmackhaft. Allerdings sind jene bestimmt kein Alleinstellungsmerkmal. Etwas ganz ähnliches soll es auch als „mannish water“ auf Jamaika geben – wieso die Autoren nun gerade Taiwan ausgesucht haben bleibt unklar, da stehen wir wohl am Rande des traditionell plausibilisierungsarmen Sommerlochs.

Foxconn dagegen, taiwanisches Industrie- und Fertigungsschwergewicht, kauft Anteile an Sharp, die eine der beiden Displayfertiger mit 10Gen Fabrik sind. Substrate mit 3m Kantenlänge anyone? Außerdem können sie IGZO, Hut ab! Man kämpft aber wohl mit der Auftragslast, und die Nachrichten berichten just in time vor dem Deal. Glücklicherweise, beinahe als hätte man darauf gewartet, fällt der Aktienkurs von Sharp, so dass nachverhandelt werden muss. Alles selbstredend zum Wohl der heimischen Aktionäre.

Taiwan bleibt also spannend.

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