Ma Ying Jeou ist neuer Präsident in Taiwan

In Ermangelung einer einmütigen und entschiedenen Position berichtet dieses Blog mit einem Nachrichtenüberblick über die Präsidentschaftswahl in der Republik China. (Unser schwach bewertetes Ziel, keine KMT-Monokultur zu erhalten, war von vornherein unrealistisch.) Freuen wir uns also über die Aussichten, die für dieses Jahr einen Krieg der Volkschinesen gegen Taiwan unwahrscheinlicher machen.

  • Ausführlicher Bericht in der Tagesschau:

    Der Oppositionelle Ma hat die Präsidentenwahl auf Taiwan mit deutlichem Abstand gewonnen. Der Kandidat der Kuomintang hatte sich im Wahlkampf für eine deutliche Annäherung an China ausgesprochen, auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Insel zu fördern. …

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters machte Ma den Beginn von formellen Friedensgesprächen mit China davon abhängig, dass Peking die auf Taiwan gerichteten Raketen abrüstet.

  • Spiegel Online: Oppositionskandidat Ma gewinnt Präsidentenwahl

    Die Präsidentenwahl auf der Insel galt als Richtungsentscheidung über das künftige Verhältnis zu Peking. Sowohl Ma als auch Hsieh haben angekündigt, die Beziehungen zu China zu entspannen. Während Ma einen Friedensvertrag mit Peking und Verhandlungen über einen gemeinsamen Markt anstrebt, trat Hsieh für eine zurückhaltendere Annäherung ein. Beide Kandidaten befürworteten eine Abkehr von der strikten Abgrenzungspolitik des DPP-Politikers Chen Shui-bian, der seit 2000 regierte und eine förmliche Unabhängigkeitserklärung anstrebte.

    In den Umfragen hatte Ma lange Zeit in Führung gelegen. In den letzten Tagen des Wahlkampfs stellte sich Hsieh auf die Seite der Protestbewegung in Tibet und konnte damit seinen Abstand in den Umfragen verringern.

  • New York Times: Taiwan Elects Leader Who Seeks Closer Mainland Ties
  • Life in Motion: Taiwanese are officially sane again

    As of this writing, Taiwan has elected Ma Yingjiu to become the third elected leader of Taiwan against the pro-war candidate Frank Hsieh. Although the issues of Tibet and the United Nations were made into key issues by the pro-war and pro-independence camps, it was the economy that became the main issue in this election. The legislative elections in the early part of the year had already brought a 2/3rds majority to the Kuomintang and this recent presidential election has brought them the executive branch.

    Many non-Chinese expats often made delusional claims that Frank Hsieh was going to easily triumph over the evil Chinese Ma Yingjiu in the 2008 Taiwan presidential election. Most of this premature analysis was on the basis of slanted English-language reports from the corporate media or from DPP-affiliated publications like the Taipei Times. Some of these expats are simply siding with these groups because they bought into the romanticised ideals of Taiwanese independence without understanding the cultural nuances and realities behind it.

  • Netzeitung: Wahlgewinner verspricht Annäherung an China
  • FAZ: Oppositionskandidat gewinnt in Taiwan
  • FTD: Taiwanesen wählen die Wende
  • Peking Duck: Taiwan Votes 2008 (2)

Zu guter letzt: die Deutsche Welle hat einen Kommentar, der selten deutlich und erläuternd zugleich ist.

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