In Ermangelung eines souveränen, voll handlungsfähigen Staats stellt sich den Taiwanern seit mehr als zwanzig Jahren die Frage: Wie können wir unsere mühsam errungene Demokratie und Eigenständigkeit gegenüber der Volksrepublik, die auf uns Anspruch erhebt, behaupten? In welchem Sinn gehören wir, wenn überhaupt, zu China, und was gehört außerdem noch zu uns? Was ist überhaupt „China“, abgesehen von der das Land zurzeit regierenden Kommunistischen Partei? So wird Taiwan für die Diskussion, was die chinesische Kultur zur Gegenwart beitragen kann, unentbehrlich.
Ich bin nicht sicher ob ich mit allen Darstellungen und Schlußfolgerungen übereinstimme. Um etwas über die intellektuelle und literarische Welt in Taiwan zu erfahren und Buchempfehlungen zu erhalten ist der Artikel jedenfalls bestens geeignet. Wir wünschen uns mehr Journalisten, die so einen weiten Blick haben und einige der Problematiken verstehen und darstellen können, politisch wie kulturell.
Was wie ein ganz populistischer Klimmzug der niederen Sorte klingt ist eigentlich eine gute Sache: wenn man auf der Suche nach der Kampagne um das Freihandelsabkommen, das Taiwans Präsident mit China (und der ASEAN) schließen will, statt dpp.org.tw mit einem Tippfehler als ddp.org.tw eintippt, dann… Ich verlinke das besser nicht, den Neugierigen sei gesagt, dass man nackte Frauen zu sehen bekommt (die aber tendenziell eher zahm daherkommen, zumindest wenn man dem Link dort nicht folgt). Könnte Zufall sein, muss aber nicht. Die öffentliche Wirkung der Kampagne jedenfalls steigt dadurch enorm.
Anyway, die Diskussionen um das ECFA halte ich für gut und fruchtbar, denn „einfach so“ das Abkommen schließen klingt in den Ohren vieler nach „wir übergehen den offensichtlichen gesellschaftlichen Diskussionsbedarf“. Schwellenwert für den Eingang in offizielle parlamentarische Auseinandersetzungen sind 87.000 Unterzeichner, und es sind schon über 136.000. Ein Referendum wird kommen müssen, zu viele fühlen sich uninformiert über die genauen Inhalte. Politisch ist es ausgesprochen dumm die Mehrheit zu ignorieren.
2001, als ich das erste Mal in Taiwan war, kannte ich gar keine taiwanischen Spezialitäten. Alles war neu. Aber seither gehört Bubble Milk Tea, Perlen-Milch-Tee zum fast täglichen Programm, wenn ich dort bin.
In Taiwan gibt es die Läden überall, mal als Stände auf dem (Nacht-)markt, mal als Ladenkette. Die Spezialität hat es auch auf schöne Postkarten geschafft: have you had it yet? (Bild reiche ich nach.)
Hamburg hat seinen ersten taiwanesischen Teeladen. Glückwunsch!
Lisa Ponath berichtet darüber: Wenn im Tee die Perlen platzen von Juni 2009:
Die Gläser, die Frau Chang zum Probieren reicht, sind gefüllt mit einer milchigen, meist bunten Flüssigkeit, Eiswürfeln und seltsamen, fingernagelgroßen Kügelchen, die am Boden des Glases schwimmen. Den zunächst irritierten Blick ihrer neuer Kunden kennt die Chefin des Lokals schon. Sie beruhigt diese dann mit den Worten: „Ich verspreche Ihnen, es wird Ihnen schmecken.“
Ich war 2005 in London und freute mir den sprichwörtlichen Ast, als ich in Chinatown „Taiwan Delight Pearl Ice Tea“ kaufen konnte, siehe Foto. Ich ging magisch angezogen in den Laden, eine Art Vorraum des Restaurants, und bestellte. „Three pounds fifty“ sagte die Chinesin, und ich bezahlte erst und rechnete dann nach: etwa 4 Euro, heftig. Und damit ca. 4-5mal so teuer wie in Taipei, und etwa doppelt so viel wie in Hamburg. Naja, das kann schon mal sein. Ich senke einfach meine durchschnittlichen Ausgaben, indem ich in Asien mehr davon trinke.
Berlin hat auch seine Bemühungen: eine mittlere Kaffeekette bietet Pearl Milk Tea, gesehen in der nördlichen Friedrichstraße. Die Erfahrungsberichte der Taiwanesen die wir befragt haben sind sich aber alle einig: gar nicht gut, das Geld nicht wert. Ich bleibe aber neugierig, bin aber nicht oft dort in der Gegend.
Dagegen weiß ich wo ich guten 珍珠奶茶 bekommen kann: in Neukölln, Sonnenallee 23 nahe Hermannplatz. Dort ist das kleine beschauliche Restaurant „Beef House“, das neben ziemlich guter Rindfleisch-Nudelsuppe auch ordentlichen Pearl-Milk-Tea anbietet. Die engagierten Betreiber importieren die Perlen noch selbst. Mal sehen wann die Berliner Asiaten dort auch anstehen um Tee zu trinken. Die Stammkundschaften scheint viel aus chinesischen und taiwanischen Studierenden zu bestehen.
Wer die Schlußfeier der 29. Olympischen Spiele im ZDF gesehen hat mag es mitbekommen haben: eher am Anfang der Nationen verabschiedete sich Taiwan, und die Kommentatoren sprechen gefühlt minutenlang über Taiwan, benennen die Lage in der internationale Politik und das Verbot der taiwanesischen Flagge in der Volksrepublik China. Bei der Aufzählung der Eigenschaften fehlte uns etwas das Schlagwort „Demokratie“, das einen kräftigen Kontrast zum Gastgeberland aufgespannt hätte, aber allzu kleinlich wollen wir nicht sein. Die Kommentare waren gut in Ordnung, kamen zur rechten Zeit, und haben womöglich den einen oder anderen Zuschauer darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Nachschlagen lohnt. Danke ZDF!
Hier funktioniert die Mediathek nicht, aber man kann im Prinzip die Übertragung der Abschlußfeier noch einmal angucken, hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/569154?inPopup=true. Wenn das inklusive Kommentar ist dann mal aufmerksam die ersten paar Minuten verfolgen.
Was uns entgangen war: offenbar wurde verschiedentlich die burmesische Flagge verwendet und von Taiwan verwendet – weil sie recht ähnlich sieht. Farbgebung und Aufbau sind praktisch gleich, nur das weiße „Ornament“ im blauen Feld links oben ist anders: statt der republikanischen Sonne (Taiwan) sind einige Symbole Burmas zu sehen. Mit etwas Abstand oder schlechtem Empfang hat man so geschickt das Verbot umgangen.
Die Spiele selber haben wir kaum verfolgt, von den von Zhang Yimou spektakulär inszenierten Ein- und Ausgangsfeiern abgesehen. Wir wissen aber den Medaillenspiegel dank des Internets nachzuschlagen: Taiwan, das entwürdigenderweise als Chinese Taipei antreten muss, belegt Rang 80, mit 4 bronzemedaillen. Die Schweiz ist 34., und Deutschland immerhin 5. Alle Achtung. Bei der Überzahl volkschinesischer AthletInnen ist das ganz ordentlich.
In den ersten Tagen der Spiele haben wir allerdings Chen Wei-Ling zugesehen, die im Gewichtheben noch versucht hatte, den politischen Konflikt durch mehr Gewicht umzukehren und mehr zu reißen als die Goldmedaillengewinnerin Chen Xiexia (VR China). Die Niedergeschlagenheit war ihr anzusehen.
Im Kultur-Café Quchnia in Berlin findet am Donnerstag, dem 4. September 2008 eine Lesung mit Ilka Schneider statt, Titel: „Zwischen Geistern und Gigabytes – Abenteuer Alltag in Taiwan“. Das gleichnamige Buch ist praktisch das einzige unterhaltsame und lesenswerte aktuelle Buch über Taiwan, das man derzeit auf deutsch kaufen kann, so der Text. Wir kannten weder das Buch noch die Autorin, es sei uns verziehen.
Wie man in ihrem (kürzlich gestarteten) Blog und der Homepage nachlesen kann, scheint die Autorin vielfache Interessen zu verfolgen, und das liest sich dann einsichtsvoll etwa so:
Ich möchte mal so sagen: wenn man 40 ist und drei bis vier Jobs macht, um gleichzeitig seinen Berufungen folgen zu können, oder was man eben dafür hält, wenn man dann noch Chinesisch studiert, dieses Studium aber nicht abschließen kann, weil für das erforderliche Zweitfach Zeit und Lust fehlen, wenn das alles so ist, muss die Frage erlaubt sein, warum man dann doch eine Zwischenprüfung ablegen will. Noch dazu nachdem der Wissenszenit wegen anderweitiger Beschäftigung (siehe oben) schon erheblich überschritten wurde. Wenn man dann noch „man“ durch „ich“ ersetzt, wird die Frage extrem aufdringlich, also lass ich das besser. Aber um mir selber nicht so ein Zensurodeur zuzulegen, lasse ich die Frage selber natürlich zu. Fragen kostet ja nichts. Wenn man nicht gerade auf einer Hotline eine Frage stellen will. Aber hier: ganz kostenfrei. Antwort habe ich trotzdem nicht. Das ist natürlich dann erfreulich, dass man dafür nicht auch noch Geld ausgegeben hat. Man muss auch nicht jede Frage beantworten, nur weil es erlaubt ist sie zu stellen. Obwohl das schwer ist nicht zu antworten.
Klingt als würden auch taiwaninthenews die Lesung besuchen wollen. Solche inneren Stimmen haben wir doch alle.
Veranstalter ist die Taipeh Vertretung, deswegen gibt es die Ankündigung nirgendwo online. Man bittet auf dem Flyer um Rückantwort bis Montag, den 1.9. entweder per Telefon 030 20361400 oder Fax 030 20361410, oder immerhin per Mail an pressetaipeh-berlin@gmx.de.
Nachdem die Festlandschinesen aus der Volksrepublik China nun in das demokratische China fliegen dürfen, ohne einen mehrstündigen Umweg über Hong Kong zu machen, kommen erste Reaktionen in den Medien: Culture Shock For Chinese Tourists And Taiwanese Hosts
Others, such as taxi driver Huang Li-kuo, are more tolerant. „The mainland tourists remind me of how we Taiwanese were when we first travelled abroad. We were also censured for talking loudly in public and haggling over prices,“ he said.
Taiwan had already established itself as a regional economic powerhouse when the mainland began liberalising its economy in the 1970s and 1980s.
„That is why some Taiwanese still have a condescending attitude towards the mainlanders,“ said Taiwanese Wang Hsing-ching, a well-known political commentator who pens columns under the pseudonym, Nanfang Shuo.
„But there has been a dramatic shift in attitude with the Chinese economy taking off. In fact, some Taiwanese have swung from one extreme to the other – from looking down on mainlanders to worshipping them as saviours of Taiwan’s economy,“ he told The Straits Times.
Wie die Webseite heise.de berichtet startet dieser Tage die Computex, die zweitgrößte IT-Messe der Welt. Nicht im sonnigen Kalifornien, sondern in Taiwan. Das Online-Special ist lesenswert und informativ, gerade wenn man das Land nicht besonders gut kennt. Es sind allerlei Länder-, Reise und kulturelle Informationen gut aufbereitet und verlinkt. Dieser Artikel liefert dazu einige Hintergrundaspekte.
Das Special hilft Besuchern bei der Suche nach einer Unterkunft, bei der Anreise und beim Aufenthalt in Taiwans Hauptstadt Taipeh. Hinweise für die touristische Erkundung des fernöstlichen Landes dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wer noch zu Computex reisen möchte, muss sich mit den Vorbereitungen allerdings sputen: Die besten Flugverbindungen dürften bereits ausgebucht sein, wer jetzt noch bucht, muss mit langen Wartezeiten auf internationalen Umsteigeflughäfen rechnen.
Bekannte und unbekannte Seiten des Landes zeigen unsere Bilderstrecken zu den Themen Taiwan, Taipeh sowie Essen und Trinken. Auch das neue Messegelände in Nangang stellen wir im Bild vor. Reisende, die Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben wollen, sollten zumindest die einfachsten Redewendungen kennen – wir stellen sie in unserem kleinen Sprachführer vor, die Aussprache lässt sich anhand kleiner Audio-Schnipsel trainieren.
Auch die Millionenstadt Taipeh hat einiges zu bieten, wenn auch der Wolkenkratzer Taipei 101 durch den Bau des Burj Dubai nicht mehr der welthöchste Wolkenkratzer ist. Besucher mit empfindlichen Mägen sollten auf jeden Fall unsere Übersicht über das Essen in Taiwan berücksichtigen.
Einen Besuch in Taiwan können wir auch abseits dieses Events empfehlen, das steht außer Frage.
Wer thematisch gar nichts mit all dem anfangen kann, dem sei exemplarisch dieser Artikel bei taiwaninthenews empfohlen und zudem Nachrichtensender a la N24 o.ä., oder Youtube: da läuft ein Werbespot für Taiwans IT-Industrie, mit einigen Zahlen über weltweite Marktführerschaft und dem sinnfälligen Spruch „You’ll find IT in Taiwan“. Und genau darum gehts auf der Messe. Nicht ohne Grund hat der neue Präsident Taiwans die Wahl mit dem Versprechen gewonnen, die Wirtschaft zu stärken, das Statusbewusstsein ist enorm.
Für die Volksrepublik China, die wirtschaftlich mit Taiwan aufs engste verflochten ist, gilt v.a. der Status als billiges Produktionsland, das zudem noch direkt vor der Haustür liegt. Bei heute.de erschien neulich ein Interview mit Andreas Gursch vom Deutschen Wirtschaftsbüro in Taipeh, das ganz gut erläutert, wie stark Taiwans Wirtschaft und wie groß ihre Strahlkraft in Asien ist (wir berichteten). Was im Interview nicht erwähnt wird, sind Taiwans Exportbeschränkungen für Hightech-Produkte – es darf also nicht alles auswärts produziert werden. Auch hier fürchtet man chinesische Copycats und ungewollten Wissenstransfer, und fördert massiv innovative Forschung und Entwicklung, um Brain Drain klein- und Innovationen im Land zu halten. Da erfüllt es mit Genugtuung, dass sogar der koreanische Dauerkonkurrent Samsung Flachbildschirme in Taiwan fertigen lässt und die VR China lahm verkündet, man wolle mehr LCD-Panel-Fabriken ins Land holen.
Dieser Brief erreichte uns über Umwege und wird hier einfach so wiedergegeben. Ich nehme an die Veranstalter und Verfasser haben nichts dagegen – genausowenig wie gegen einige Umformatierungen des Textes (Versalien ja kann niemand ausstehen).
liebe mitglieder,
anbei erhalten sie eine weitergeleitete einladung zu einer veranstaltung, die herr michael kaiser in zusammenarbeit mit der taipeh vertretung organisiert hat. wer interesse hat, an diesem sicherlich sehr vergnüglichen und interessanten zusammensein teilzunehmen, melde sich bitte direkt bei herrn kaiser unter der genannten e-mail oder fax-nr. an!
mit besten grüßen
ihre deutsch-chinesische gesellschaft e.v.- freunde taiwans
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*** taiwan-brunch ***
*** anmeldung: mrempire(at)web.de oder ab/fax 01212-6-39877346 ***
liebe freundinnen und freunde des traditionsbrunches, ich freue mich sehr, dass ich euch zusammen mit der taipeh-vertretung in deutschland – dr. you (repräsentant) in die küche + kultur des wunderschönen taiwan`s einladen kann. der anlass, das frühlingsfest – chin. neujahrsfest –ist ein heiteres, wichtiges fest aller chinesen in der ganzen welt!
wann: sonntag, 10. februar – ab 10.30 uhr – bis mind. 15 uhr
wo: theater „engelbrot“ – ehemaliges hansatheater
alt-moabit 48 – 10555 berlin-tiergarten
u-bhf turmstr./bus 245/101/106 – alt-moabit/gotzkowskystr.
wir werden ein tolles, orginales essen, eine wunderbare teezeremonie haben, viele interessante menschen kennenlernen.
die touristischen und wirtschaftlichen info`s werden nicht fehlen. die vorführung eines sehr beeindruckenden dokumentarfilm`s über taiwan, ein paar erläuternde worte durch dr. you, vorführung eines orginal chin. löwentanzes, kaligrafievorführungen, chin. musik (fr. liang – violistin, fr. chen – pianistin), taiwan-quiz mit preisen, tombola werden diesen erlebnisreichen tag abrunden!
ich freue mich sehr viele von euch an diesem traditionsreichen ort begrüssen zu können! der preis von 12 € (kinder bis 10 j. – 6 €, incl. tee + kaffee) ist durch das team von jaroslav hrbaschek – catering und die grosszügige unterstützung der taipeh-vertretung machbar. (meine rolle ist nicht wirtschaftlich sondern als hobby zu sehen)
ganz herzliche gruesse!
eurer micha (0170 – 6840774)
Aus der Abteilung kulturelle Kuriositäten: für bestimmte Nummernkombinationen wird in Taiwan viel Geld bezahlt – jüngst an die 220′000 Euro für eine Reihe von Telefonnummern, die Glück, Geld und Vermögen bedeuten. Chinesen lieben Zahlenspiele, und die 8 klingt auf Mandarin wie auf Taiwanisch nach Geld – je häufiger sie vorkommt, desto mehr Geld wird auch dafür ausgegeben. Unter den zehn versteigerten Mobilnummern befanden sich folgerichtig 0988-888-888 (achtfaches Glück, ca. 130′000 Euro), 0988-168-168 (immer wieder viel Geld verdienen) und 0988-555-888 (ich ich ich verdiene und habe viel viel Geld).
Da anzurufen ist sicherlich möglich, aber tendenziell unspannend: auf der Auktion haben Unternehmen geboten, und so landet man vermutlich bei den zugehörigen Presseabteilungen. Vorwahl nicht vergessen: 00886, und dann die führende Null der Mobilfunknetz-Einwahl 0988 weglassen, wie überall anders auch.
Taiwan war einst das Herz eines florierenden Geschäftes mit Jade – und zwar schon vor bis zu 5000 Jahren. Nach ganz Südostasien exportierten die Einheimischen ihre Jade-Kunstwerke, wie Forscher nun nachgewiesen haben. Wer die Jadekünstler jedoch waren, bleibt rätselhaft.
Für die damalige Zeit muss in Südostasien ein außerordentliches Handelsnetz existiert haben. Die Jade aus dem Ort Fengtian im Osten Taiwans war offenbar so populär, dass sie sich zu einem Exportschlager entwickelte. 144 Artefakte untersuchten Hsiao-Chun Hung von der Australian National University in Canberra und sein Forscherteam. Aus Taiwan, Malaysia und Vietnam sowie von den Philippinen stammten die Schnitzerei-Funde. Die Jade, aus der 116 der untersuchten Stücke bestehen, hatte jedoch den gleichen Ursprung: Fengtian.
Auch die Berliner Zeitung, die China Post, Independent Online und nature news bringen diese Nachricht. Alle beziehen sich mehr oder minder explizit auf einen von reuters ausgewerteten Fachartikel der australischen Forscherin Hsiao-Chun Hung, veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences (Hung, H.-C. et al. Proc. Nat. Acad. Sci. USA doi 10.1073/pnas.0707304104 (2007).)