Taiwan für chinesisches Kulturverständnis unentbehrlich

26. August 2009

Die FAZ hat heute einen interessanten Artikel anläßlich der Frankfurter Buchmesse und des diesjährigen Partnerlandes. Mark Siemons schreibt in „Die andere Kulturrevolution“ zum augenfälligen Kontrast Taiwan und China:

In Ermangelung eines souveränen, voll handlungsfähigen Staats stellt sich den Taiwanern seit mehr als zwanzig Jahren die Frage: Wie können wir unsere mühsam errungene Demokratie und Eigenständigkeit gegenüber der Volksrepublik, die auf uns Anspruch erhebt, behaupten? In welchem Sinn gehören wir, wenn überhaupt, zu China, und was gehört außerdem noch zu uns? Was ist überhaupt „China“, abgesehen von der das Land zurzeit regierenden Kommunistischen Partei? So wird Taiwan für die Diskussion, was die chinesische Kultur zur Gegenwart beitragen kann, unentbehrlich.

Ich bin nicht sicher ob ich mit allen Darstellungen und Schlußfolgerungen übereinstimme. Um etwas über die intellektuelle und literarische Welt in Taiwan zu erfahren und Buchempfehlungen zu erhalten ist der Artikel jedenfalls bestens geeignet. Wir wünschen uns mehr Journalisten, die so einen weiten Blick haben und einige der Problematiken verstehen und darstellen können, politisch wie kulturell.


Freihandelsabkommen mit nackten Frauen bewerben

21. Juli 2009

Was wie ein ganz populistischer Klimmzug der niederen Sorte klingt ist eigentlich eine gute Sache: wenn man auf der Suche nach der Kampagne um das Freihandelsabkommen, das Taiwans Präsident mit China (und der ASEAN) schließen will, statt dpp.org.tw mit einem Tippfehler als ddp.org.tw eintippt, dann… Ich verlinke das besser nicht, den Neugierigen sei gesagt, dass man nackte Frauen zu sehen bekommt (die aber tendenziell eher zahm daherkommen, zumindest wenn man dem Link dort nicht folgt). Könnte Zufall sein, muss aber nicht. Die öffentliche Wirkung der Kampagne jedenfalls steigt dadurch enorm.

Anyway, die Diskussionen um das ECFA halte ich für gut und fruchtbar, denn „einfach so“ das Abkommen schließen klingt in den Ohren vieler nach „wir übergehen den offensichtlichen gesellschaftlichen Diskussionsbedarf“. Schwellenwert für den Eingang in offizielle parlamentarische Auseinandersetzungen sind 87.000 Unterzeichner, und es sind schon über 136.000. Ein Referendum wird kommen müssen, zu viele fühlen sich uninformiert über die genauen Inhalte. Politisch ist es ausgesprochen dumm die Mehrheit zu ignorieren.

Die Promotionwebseite der Regierung ist diese: ecfa.dpp.org.tw, Auskunft auf deutsch auf gio.gov.tw. Mehr Links: Nachrichtenüberblick und Videos samt englischer Übertitel:


Pearl Milk Tea 珍珠奶茶 in Berlin

14. Juli 2009

2001, als ich das erste Mal in Taiwan war, kannte ich gar keine taiwanischen Spezialitäten. Alles war neu. Aber seither gehört Bubble Milk Tea, Perlen-Milch-Tee zum fast täglichen Programm, wenn ich dort bin.

In Taiwan gibt es die Läden überall, mal als Stände auf dem (Nacht-)markt, mal als Ladenkette. Die Spezialität hat es auch auf schöne Postkarten geschafft: have you had it yet? (Bild reiche ich nach.)

Hamburg hat seinen ersten taiwanesischen Teeladen. Glückwunsch!
Lisa Ponath berichtet darüber: Wenn im Tee die Perlen platzen von Juni 2009:

Die Gläser, die Frau Chang zum Probieren reicht, sind gefüllt mit einer milchigen, meist bunten Flüssigkeit, Eiswürfeln und seltsamen, fingernagelgroßen Kügelchen, die am Boden des Glases schwimmen. Den zunächst irritierten Blick ihrer neuer Kunden kennt die Chefin des Lokals schon. Sie beruhigt diese dann mit den Worten: „Ich verspreche Ihnen, es wird Ihnen schmecken.“

Ich war 2005 in London und freute mir den sprichwörtlichen Ast, als ich in Chinatown „Taiwan Delight Pearl Ice Tea“ kaufen konnte, siehe Foto. Ich ging magisch angezogen in den Laden, eine Art Vorraum des Restaurants, und bestellte. „Three pounds fifty“ sagte die Chinesin, und ich bezahlte erst und rechnete dann nach: etwa 4 Euro, heftig. Und damit ca. 4-5mal so teuer wie in Taipei, und etwa doppelt so viel wie in Hamburg. Naja, das kann schon mal sein. Ich senke einfach meine durchschnittlichen Ausgaben, indem ich in Asien mehr davon trinke. ;-)

Berlin hat auch seine Bemühungen: eine mittlere Kaffeekette bietet Pearl Milk Tea, gesehen in der nördlichen Friedrichstraße. Die Erfahrungsberichte der Taiwanesen die wir befragt haben sind sich aber alle einig: gar nicht gut, das Geld nicht wert. Ich bleibe aber neugierig, bin aber nicht oft dort in der Gegend.

Dagegen weiß ich wo ich guten 珍珠奶茶 bekommen kann: in Neukölln, Sonnenallee 23 nahe Hermannplatz. Dort ist das kleine beschauliche Restaurant „Beef House“, das neben ziemlich guter Rindfleisch-Nudelsuppe auch ordentlichen Pearl-Milk-Tea anbietet. Die engagierten Betreiber importieren die Perlen noch selbst. Mal sehen wann die Berliner Asiaten dort auch anstehen um Tee zu trinken. Die Stammkundschaften scheint viel aus chinesischen und taiwanischen Studierenden zu bestehen.


Politische Demonstration mit Hunderttausenden

28. Oktober 2008

Was deutschsprachige Medien über Taiwan berichten, stellt Blickpunkt Taiwan immer wieder schön zusammen. Was in der Berichterstattung generell zu kurz kommt sind innenpolitische Themen – hüben wie drüben von wenig Interesse. In jeder Demokratie gibt es aber immer genügend Stoff für Inlandsnachrichten, zumal wenn 200′000 bis 300′000 Menschen demonstrieren gehen.

Am 25.10. gingen in Taipei einige Hunderttausend Menschen auf die Straße, um gegen die Politik des Präsidenten Ma Ying-yeo zu demonstrieren; insbesondere seine gefühlte Annäherung an das kommunistische Festlandschina stößt der Opposition sauer auf. Alternative Begründungen sprechen von einem anderen „heimlichen Thema“ der Demonstration, nämlich dem Machtkampf zwischen Bian-Befürwortern und Bian-Gegnern, oder ganz anders gelagert. Der Ort der Demonstration war gut gewählt, siehe dieses Foto: das breite Gebäude hinten rechts ist der Präsidentenpalast.

Hunderttausende Menschen demonstrieren auf der Straße in Taipei

Hunderttausende Menschen auf der Straße in Taipei

Der frühere Präsident Taiwans, Chen Shui-bian (陳水扁) nahm an der Demonstration teil, mit ihm Teile der Führungsriege. Wer die politischen Farben Taiwans kennt weiß also, dass hier v.a. „Grün“ gegen „Blau“ demonstriert hat. Und die gewohnt emotionalen Geschmäcker taiwanischer politischer Massen fängt ein Artikel der Taipei Times gut ein; das brauchen wir nicht zu wiederholen.

Besonders belustigend für den Außenseiter ist das grüne (sic!) Laserlicht, das anlässlich der Demonstration auf den Präsidentenpalast projeziert wurde; offenbar war der Abstand doch nicht groß genug. Der Privatsender TVBS hat es eingefangen:

Pikante Laserprojektion auf dem Präsidentenpalast

Pikante Laserprojektion auf dem Präsidentenpalast

(Das mit dem animierten Bild klappt hier wohl nicht so richtig.) Das Wort ist 無能: „inkompetent“ und „impotent“ und spricht sich wúnéng. Schroffer Tonfall jedenfalls; hier läßt man keinen Zweifel was man von der Kompetenz des anderen hält.

Hierzulande hätte man kaum den Schneid, so kräftige Worte in schriftlicher Form zu wählen, denken wir. Oder man müsste sofort zurückrudern am Tag danach. Vielleicht ist das der Grund, warum die deutsche Opposition in ausländischen Medien kaum zur Sprache kommt?


Peking für Taipei wie Moskau für Tallinn?

16. Oktober 2008

Bei der Peking Duck fand ich einen Artikel, den Richard von Bill Stimpson zitiert – Dreams of Taiwan. Dort wird der Vergleich aus der Überschrift gemacht. Das ist Stoff für Utopien.
Lesenswert ist es allemal, auch wenn taiwaninthenews nicht geschlossen mitgehen würde – dass man die formale Unabhängigkeit forcieren müsste. Solange die Taiwaner entscheiden können oder nicht entscheiden wollen was passiert… Mit hypothetischen Annäherungen an das Thema kann man aber auch einige der groben Kommentare abperlen lassen – und das eine oder andere Argument mitnehmen.


Olympia, Taiwan und Burma

27. August 2008

Wer die Schlußfeier der 29. Olympischen Spiele im ZDF gesehen hat mag es mitbekommen haben: eher am Anfang der Nationen verabschiedete sich Taiwan, und die Kommentatoren sprechen gefühlt minutenlang über Taiwan, benennen die Lage in der internationale Politik und das Verbot der taiwanesischen Flagge in der Volksrepublik China. Bei der Aufzählung der Eigenschaften fehlte uns etwas das Schlagwort „Demokratie“, das einen kräftigen Kontrast zum Gastgeberland aufgespannt hätte, aber allzu kleinlich wollen wir nicht sein. Die Kommentare waren gut in Ordnung, kamen zur rechten Zeit, und haben womöglich den einen oder anderen Zuschauer darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Nachschlagen lohnt. Danke ZDF!

Hier funktioniert die Mediathek nicht, aber man kann im Prinzip die Übertragung der Abschlußfeier noch einmal angucken, hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/569154?inPopup=true. Wenn das inklusive Kommentar ist dann mal aufmerksam die ersten paar Minuten verfolgen.

Was uns entgangen war: offenbar wurde verschiedentlich die burmesische Flagge verwendet und von Taiwan verwendet – weil sie recht ähnlich sieht. Farbgebung und Aufbau sind praktisch gleich, nur das weiße „Ornament“ im blauen Feld links oben ist anders: statt der republikanischen Sonne (Taiwan) sind einige Symbole Burmas zu sehen. Mit etwas Abstand oder schlechtem Empfang hat man so geschickt das Verbot umgangen.

Die Spiele selber haben wir kaum verfolgt, von den von Zhang Yimou spektakulär inszenierten Ein- und Ausgangsfeiern abgesehen. Wir wissen aber den Medaillenspiegel dank des Internets nachzuschlagen: Taiwan, das entwürdigenderweise als Chinese Taipei antreten muss, belegt Rang 80, mit 4 bronzemedaillen. Die Schweiz ist 34., und Deutschland immerhin 5. Alle Achtung. Bei der Überzahl volkschinesischer AthletInnen ist das ganz ordentlich.
In den ersten Tagen der Spiele haben wir allerdings Chen Wei-Ling zugesehen, die im Gewichtheben noch versucht hatte, den politischen Konflikt durch mehr Gewicht umzukehren und mehr zu reißen als die Goldmedaillengewinnerin Chen Xiexia (VR China). Die Niedergeschlagenheit war ihr anzusehen.


Veranstaltung: Lesung mit Ilka Schneider am 4. September

27. August 2008

Im Kultur-Café Quchnia in Berlin findet am Donnerstag, dem 4. September 2008 eine Lesung mit Ilka Schneider statt, Titel: „Zwischen Geistern und Gigabytes – Abenteuer Alltag in Taiwan“. Das gleichnamige Buch ist praktisch das einzige unterhaltsame und lesenswerte aktuelle Buch über Taiwan, das man derzeit auf deutsch kaufen kann, so der Text. Wir kannten weder das Buch noch die Autorin, es sei uns verziehen.

Wie man in ihrem (kürzlich gestarteten) Blog und der Homepage nachlesen kann, scheint die Autorin vielfache Interessen zu verfolgen, und das liest sich dann einsichtsvoll etwa so:

Ich möchte mal so sagen: wenn man 40 ist und drei bis vier Jobs macht, um gleichzeitig seinen Berufungen folgen zu können, oder was man eben dafür hält, wenn man dann noch Chinesisch studiert, dieses Studium aber nicht abschließen kann, weil für das erforderliche Zweitfach Zeit und Lust fehlen, wenn das alles so ist, muss die Frage erlaubt sein, warum man dann doch eine Zwischenprüfung ablegen will. Noch dazu nachdem der Wissenszenit wegen anderweitiger Beschäftigung (siehe oben) schon erheblich überschritten wurde. Wenn man dann noch „man“ durch „ich“ ersetzt, wird die Frage extrem aufdringlich, also lass ich das besser. Aber um mir selber nicht so ein Zensurodeur zuzulegen, lasse ich die Frage selber natürlich zu. Fragen kostet ja nichts. Wenn man nicht gerade auf einer Hotline eine Frage stellen will. Aber hier: ganz kostenfrei. Antwort habe ich trotzdem nicht. Das ist natürlich dann erfreulich, dass man dafür nicht auch noch Geld ausgegeben hat. Man muss auch nicht jede Frage beantworten, nur weil es erlaubt ist sie zu stellen. Obwohl das schwer ist nicht zu antworten.

Klingt als würden auch taiwaninthenews die Lesung besuchen wollen. Solche inneren Stimmen haben wir doch alle. :)

Veranstalter ist die Taipeh Vertretung, deswegen gibt es die Ankündigung nirgendwo online. Man bittet auf dem Flyer um Rückantwort bis Montag, den 1.9. entweder per Telefon 030 20361400 oder Fax 030 20361410, oder immerhin per Mail an pressetaipeh-berlin@gmx.de.

Das Café Quchnia liegt zentral in Berlin-Mitte, Markgrafenstraße 35 und ist hervorragend mit dem ÖPNV erreichbar.


Kulturschocks bei Taiwanesen und Chinesen

15. Juli 2008

Nachdem die Festlandschinesen aus der Volksrepublik China nun in das demokratische China fliegen dürfen, ohne einen mehrstündigen Umweg über Hong Kong zu machen, kommen erste Reaktionen in den Medien:
Culture Shock For Chinese Tourists And Taiwanese Hosts

Others, such as taxi driver Huang Li-kuo, are more tolerant. „The mainland tourists remind me of how we Taiwanese were when we first travelled abroad. We were also censured for talking loudly in public and haggling over prices,“ he said.

Taiwan had already established itself as a regional economic powerhouse when the mainland began liberalising its economy in the 1970s and 1980s.

„That is why some Taiwanese still have a condescending attitude towards the mainlanders,“ said Taiwanese Wang Hsing-ching, a well-known political commentator who pens columns under the pseudonym, Nanfang Shuo.

„But there has been a dramatic shift in attitude with the Chinese economy taking off. In fact, some Taiwanese have swung from one extreme to the other – from looking down on mainlanders to worshipping them as saviours of Taiwan’s economy,“ he told The Straits Times.

[via linguafranca]


Da ist noch Luft, SEF und ARATS

1. Juli 2008

Nach dem Regierungswechsel in Taiwan (wir berichteten) ist es recht schnell zu binationalen Gesprächen gekommen, und beide Seiten haben wiederholt versichert, die Gespräche seien gut vorangekommen, etc etc. Nichts anderes hat man erwartet. Abtasten tut Not, aber nicht allzu öffentlich, und die Details erfährt ja niemand in der breiten Öffentlichkeit so genau. Aber es gibt viel zu lesen, und der Grundton ist positiv. Auch wir von taiwaninthenews schätzen, dass man sich unterhält, wie es scheint unverkrampft. Die Akteure sind natürlich, wie könnte es anders sein, nicht die jeweiligen Regierungen, sondern Chinas „Association for Relations Across the Taiwan Strait“ (ARATS) und Taiwans „Straits Exchange Foundation“ (SEF), die bereits seit 1991 existieren.

Ein parteiischer Artikel von Paul Lin (林保華) in den Taipei Times wirft ein anderes Licht auf die Gespräche und betont die Konsequenzen, die oftmals unerwähnt bleiben. Anlass ist ein pro-volkschinesischer Artikel vom 13. Juni 2008, der in der Zeitung Ming Pao (Hong Kong) erschienen ist, und der ebenfalls Partei ergreift. Paul Lin schreibt:

The value of sacrifices made by Taiwan in terms of sovereignty is already larger in value than China’s “big gifts,” which are really just tourists coming to Taiwan and chartered direct flights. Taiwan allowed tourists to go to China in the 1980s; and countless Taiwanese businessmen invested there after the Tiananmen Square Massacre, helping to save a Chinese economy that was starting to slip at that time. Now, there are millions of Taiwanese residing in China and Taiwanese have invested hundreds of billions of dollars there. Yet when a few thousand Chinese are set to come to Taiwan for a holiday, China calls it a “big gift.” Does this mean all that Taiwan has given China didn’t amount to anything? It is high time China cultivated some virtue and a little class and repay Taiwan instead.

Das halte ich für einen wichtigen Punkt, sowohl als beachtliches Gewicht in den Verhandlungen, und als taiwanisch-binnenpolitischen Sprengstoff: Ma hat die Wahlen gewonnen, indem er die Rolle der Wirtschaft betont hat. Es ist m.E. sein wichtigstes Pfand auf dem Weg zu politischen Ebenen, auf denen sich in ferner Zukunft einmal etwas tun könnte.

When China reorganized ARATS, the new position of executive vice chairman was established under the original positions of chairman and standing vice chairman. This meant that the SEF’s second-in-charge, secretary-general Kao Koong-lian (高孔廉), would have to deal with ARATS’ third-in-charge, vice president Sun Yafu (孫亞夫). The message from China is that Taiwan is merely a local government.

Was ist die kürzeste Zusammenfassung? China wahrt sein Gesicht und redet mit den „Abtrünnigen“, und verwaltet alles über die Regionalkommission, als wäre es eine Inlandsangelegenheit. Alle möglichen Ergebnisse bleiben kontrolliert und niedrigschwellig. Taiwan schluckt einige Kröten, stampft symbolisch die Taiwan-Briefmarken wieder ein und kann faktisch nur Touristen ins Land lassen, mit gemischen Gefühlen und Bordell- und Casinoverbot für Volkschinesen. Immerhin, kommenden Freitag sollen die Direktflüge beginnen. Da darf man auf kulturelle Folgen durchaus gespannt sein.

Von gleichberechtigen Gesprächen kann aber vorerst keine Rede sein. Da ist noch viel Spielraum, SEF und ARATS!


Erdbeben der Stärke 6.0 in Taiwan

2. Juni 2008

Heute früh um ca. 6:59 MESZ (0:59 Ortszeit) erschütterte ein Erdbeben den Norden Taiwans. Das Epizentrum lag in ca. 96km Tiefe, etwa 18km östlich der Stadt und erreichte Taipei noch mit Stärke 3, was wohl keine Gebäude einstürzen ließ, aber alles durchgeschüttelt hat.

Offizielle Information vom Erdbebenzentrum:

Offizielle Information zum Erdbeben Taiwan 2. Juni 2008

Außer dieser Meldung von AP ist bisher wenig im Internet zu finden: Strong earthquake hits northern Taiwan:

TAIPEI, Taiwan (AP) — Officials say a 6.0 magnitude earthquake has struck northern Taiwan, rattling buildings, but causing no damage or casualties.

The Central Weather Bureau says the quake struck 12 miles (20 kilometers) north of the northeastern city of Ilan at 12:59 a.m. Monday.

Ilan is about 44 miles east of the capital of Taipei.

The CWS says this latest quake is not related to the 6.4 magnitude temblor that struck in the Pacific Ocean off of southern Taiwan on Sunday.

Das erwähnte erste Beben vom Sonntag wird in diesem Blog beschrieben: Strong Earthquake rocks Taiwan, Philippines:

The Philippine Institute of Volcanology and Seismology put the quake about 76 kilometres west of the Batanes town of Basco.

The quake was felt strongly in Basco but was barely noticed in the northern provinces of the Philippines’ main island of Luzon, the institute said.

Batanes Governor Telesforo Castillejos said that some houses had cracks on their walls after the quake but there were no casualties reported so far.

There were some weaker aftershocks and residents in some coastal areas were told to evacuate their homes as a precautionary measure in case of a tsunami, he added.

„The quake was very strong,“ he said on ABS-CBN television. „It jolted the whole island. It rocked the island almost for a whole minute.“

The quake was also felt in southern counties of Taiwan, where the Central Weather Bureau measured it at 6.8 on the Richter scale and at a depth of 46 kilometres.

Scheinen alle beide eher glimpflich ausgegangen zu sein.